Fakultätentag für Bauingenieurwesen, Geodäsie und Umweltingenieurwesen e.V.

Willkommen

Willkommen beim Fakultätentag für Bauingenieurwesen, Geodäsie und Umweltingenieurwesen e.V.

 

Der FTBGU e.V. ist der Zusammenschluss der Fakultäten für Bauingenieurwesen, Geodäsie und Umweltingenieurwesen aller deutschen Universitäten mit verschiedenen Universitäten des europäischen Auslands als assoziierten Mitgliedern. Er vertritt die Interessen der Fakultäten gegenüber Politik, Wirtschaft und Verbänden und setzt sich, zusammen mit dem Dachverband der Fakultätentage der Ingenieurwissenschaften und der Informatik 4ING, für die Belange seiner Fakultäten und seiner Absolventen ein.  

Die Herausforderungen für die Zukunft der Ingenieurwissenschaften sind komplex. Die durch den Bologna-Prozess ausgelösten Veränderungen haben Diskussionen im Hochschulbereich und in der Wirtschaft ausgelöst. Die Reform, die an den meisten Universitäten seit einigen Jahren erfolgreich umgesetzt wird, ist in der Wirtschaft noch nicht angekommen. Wir müssen hier für Klarheit sorgen. Konsekutive Bachelor-Master Studiengänge sind den früheren Diplom-Studiengängen mindestens gleichwertig und bieten unseren Studierenden neue, interessante Optionen. Ziel der Universitäten ist weiterhin das akademische Vollstudium bestehend aus Bachelor und Master. Unser Ziel ist es nicht, vielversprechende junge Talente nach einem nur dreijährigen Studium in die Wirtschaft zu entlassen. Unsere Gesellschaft kann es sich nicht leisten, auf die von jungen motivierten Menschen im Masterstudium zu erwerbenden Kompetenzen zu verzichten.  

Die Dualität von Universitäten und Fachhochschulen hat sich in Deutschland sehr bewährt. Sie bietet optimale Chancen für talentangepasstes Studieren und Lehren. Der Bolognaprozess erleichtert die Durchlässigkeit zwischen den Systemen im Übergang zum Master, womit wir sehr positive Erfahrungen machen. Der Bolognaprozess wird derzeit aber auch von einzelnen Interessensträgern dazu benutzt, Profilierungen in der Hochschullandschaft zu verwischen. Differenzierung wird mit Diskriminierung gleichgesetzt. Universitäten und Fachhochschulen müssen ihren jeweiligen  Bildungsauftrag klar formulieren und ihr eigenes Profil zeigen. So müssen Bedeutung und Alleinstellung der universitären Ausbildung für einen jungen Menschen klar erkennbar sein.

Wohl ausgelöst durch die Studentenproteste gibt die Politik - ohne Berücksichtigung der unterschiedlichen Fächerkulturen - Strukturvorgaben vor. Eine Umsetzung dieser Vorgaben würde insbesondere in unseren Masterstudiengängen die Mobilität beeinträchtigen, die akademische Freiheit stark reduzieren und das „Hineinschmecken“ in neue Gebiete, das zum Leben eines aufgeschlossenen Studierenden gehört, behindern. Wir wehren uns – übrigens gemeinsam mit unseren Studierenden und unseren Kollegen der Fachhochschulen - gegen diese praxisfremden „Top-down“ Vorgaben der Politik.

Der FTBGU e.V. beobachtet politische Diskussionen wie z.B. zum Deutschen Qualifikationsrahmen und zum Ingenieurgesetz und bringt sich über den Dachverband 4ING ein. Manch ein politischer Prozess erscheint zunächst für die Hochschulen als wenig relevant, kann aber schließlich doch in seinen Auswirkungen für die Rolle der Universitäten und ihrer Absolventen erhebliche Konsequenzen haben.

Wir sind hier wachsam und freuen uns auf und über Ihre Unterstützung.

 

Univ.-Prof. Dr.-Ing. Gerhard Müller

ehem. Vorsitzender FTBG e.V.